Schönbrunn ist das Schloss, in dem die Habsburger ihre Sommer verbrachten – und, für den Großteil von drei Jahrhunderten, ein Imperium regierten. Seine 1.441 Räume erstrecken sich entlang einer gelben Barockfassade und blicken auf formale Gärten, die zur Gloriette auf dem Hügel hinaufsteigen. Es ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Österreichs und einer der großen erhaltenen Höfe des kaiserlichen Europas.
Das Schloss erhielt seine goldene Form unter Kaiserin Maria Theresia Mitte des 18. Jahrhunderts, die es zum Familienheim und zur Bühne ihres Hofes machte. Hier spielte der sechsjährige Mozart für sie im Spiegelsaal; hier tanzte der Wiener Kongress; und hier wurde Franz Joseph – der Kaiser des langen Sonnenuntergangs der Monarchie – 1830 geboren und starb 1916, seine Gemächer und die seiner Frau Elisabeth, der geliebten 'Sisi', weitgehend so erhalten, wie sie sie verließen.
Die Grand Tour ist die umfassendste Art, es zu sehen: vierzig Räume entlang der Beletage, von den privaten Gemächern Franz Josephs und Sisis durch die glanzvollen Staatsräume im Herzen des Schlosses – die Große Galerie, das Millionen-Zimmer, das lackierte Vieux-Laque-Zimmer – und die privaten Kammern Maria Theresias selbst. Eine immersive Geschichtspräsentation und ein Audioguide stimmen Sie auf den Rundgang ein.
Der Eintritt ins Schloss erfolgt zu einer reservierten Zeit, sodass die Räume nie überfüllt sind und Sie ohne Anstehen an der Kasse zu Ihrem gewählten Zeitpunkt eintreten. Das Schloss Schönbrunn und seine Gärten wurden 1996 als herausragendes Barockensemble und Symbol habsburgischer Macht in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.